Elefriends

Giganten mit viel Gefühl

"Seit ich Elefanten länger beobachte, fasziniert mich die Ruhe, die sie ausstrahlen.
Das zu spüren ist wunderschön.
Mit Sicherheit sind sie empfindsamer als viele Menschen."

Dies ist eine reine Hobbyseite von mir, welche ich den wunderbaren grauen Riesen in Rapperswil und Zürich widme. Diese Homepage widerspiegelt meine persönlich erlebten Beobachtungen und Empfindungen mit den Elefanten. Ich kenne mich weder in der Erziehung noch Pflege dieser Tiere aus. Natürlich ist es mir sehr gelegen, mehr über die faszinierenden Dickhäuter zu erfahren. So habe ich mittlerweile mehr als 40 Bücher über Elefanten gelesen (unter anderem von Ruedi Tanner, Fred Kurt, Franz Xaver Erni, Cynthia Moss, Iain & Oria Douglas-Hamilton, Chris Gallucci, Steve Bloom) und unzählige Dokus gesehen.



Die grossartigen grauen Riesen im Himmapan Elefantenpark Rapperswil (Schweiz) 

Siri (*1963 in Thailand - 2015) schloss ich von Anfang an ins Herz, weil sie mich mit ihrem Rüssel oft herzlich begrüsste.

Sie war seit 1967 bei KNIE und galt als sehr zuverlässiger Reitelefant. Siri war der erste Elefant, auf dessen Rücken ich sass. Unvergesslich!

Im Wasser war sie neben Sabu die Lebendigste und kümmerte sich immer um die anderen Bade - Genossinnen, "Gerüssele" in Richtung der Zuschauer und "Rumgeknutsche" mit den Kolleginnen inklusive. In der Herde sonderte sie sich auch gerne ab.

Mit ihrer lebendigen, verspielten Art wirkte sie wie ein Sonnenschein, aber mit ihren Kopfstössen konnte sie auch ziemlich austeilen. Kalaya suchte oft die Nähe zu ihrer Tante. Siri kümmerte sich jeder Zeit wunderbar um das kleine Elefantenmädchen.

Siri erkrankte an Krebs und wurde im Juli 2015 von ihren Leiden erlöst.

Siri
   
Patma

Patma (*1961 in Indien - 2015), war seit 1969 bei KNIE

Die frühere Leitkuh beobachtete stets unauffällig aber aufmerksam, was um sie herum geschah.

Sie war ein ruhiger und gelassener Elefant und wirkte mit ihrer Art sehr lieb. Sie brachte stets Ruhe in die Herde und im Umgang mit Menschen war sie sehr feinfühlig.

Patma wurde im Juli 2015 wegen Niereninsuffizienz eingeschläfert.

   

Sumatra (*1962 - 2015) war seit 1966 bei KNIE

Sie stellte sich lieber unter die Dusche, ging aber gerne auch mal ausgelassen baden und rumplantschen. Ihrem hohen Alter entsprechend vor allem dann, wenn Ruhe im Pool war.

Ausserhalb des Wassers wirkte die Zweitälteste immer ruhig und gelassen. Zwar konnte sie ihren Rüssel nicht mehr richtig hochheben und wirkte mit ihren regelmässigen und oft bizarren Dehnübungen ab und zu wie eine bemühte Turnerin. Aber sie zeigte der jüngeren, schwereren und stärkeren Sabu immer wieder nur durch ihre Präsenz, wer "das Sagen hatte".

Sumatra verstarb im Juni 2015 unerwartet an akutem Nierenversagen.

Sumatra
   

Claudy und Sandry

Claudy (*1963 in Thailand - 2016), war seit 1965 bei KNIE

Sie war die Mutter von Sandry und Grossmutter von Kalaya. Claudy war die grösste und auch die älteste Elefantendame in Rapperswil, nach dem Tod von Patma, Sumatra und Siri.

Wegen der sehr schmerzhaften Arthrose in 2 Füssen, welche das Aufstehen und Abliegen fast verunmöglichten, wurde Claudy am 16. November 2016 von der Veterinärpathologie der Universität Zürich und Vertretern des kantonalen Veterinäramtes St. Gallen von ihrem Leiden erlöst.

Sandry kam am 27. November 1999 im Zoo Rapperswil zur Welt. Zusammen mit Mutter Claudy lebte sie von März 2009 bis November 2012 im Rahmen eines internationalen Elefanten-Zuchtprogrammes in Belgien, im Park Paradisio (heute Pairi Daiza). Sandry war bei ihrer Rückkehr trächtig.

Am 1. November 2013 brachte Sandry ihre Tochter Kalaya zur Welt. Kalaya wog bei der Geburt 100 Kilo und war 86 Zentimeter gross.
 

 

Am 6. Juni 2010 staunten die Zürcher und trauten ihren Augen nicht: Ein freilaufender Elefant in ihrer Bahnhofstrasse? Sabu auch "Rambo" genannt (*1984 in Burma) war mit dem Zirkus Knie unterwegs, zog an einem gewittrigen Tag aber einen Ausflug in den Zürichsee mit anschliessendem Spaziergang vor. Bereits drei Tage später gönnte sie sich wieder ein unbewilligtes Bad, diesmal in einem Bach in Wettingen.

Sabu, wie Rani seit 1990 bei KNIE, wurde daraufhin in den Zoo Rapperswil gebracht. Dort lernte sie wieder besser zu gehorchen. Auch da zog der Pool sie magisch an. Die Pfleger hatten oft alle Hände voll zu tun, sie aus ihrem "Wellnessbad" rauszulocken.

Die ehemalige "Diva" hat sich über die Jahre hervorragend in die Herde eingebracht und ist viel ruhiger geworden. Nun ist sie ein zuverlässiger Reitelefant geworden und somit in die Fussstapfen von Siri getreten.

Sabu
   
MaPalaj

MaPalaj (*1986 in Burma) ist seit 1988 bei KNIE. Sie war bis Juni 2015 mit dem Zirkus unterwegs. Nach dem Tod von Sumatra kam MaPalaj zurück nach Rapperswil in den Himmapan Elefantenpark. Sie soll für weiteren Nachwuchs in der Herde sorgen.

"Mapi" ist eine neugierige Elefantendame, sehr lebhaft und verspielt, was auch der kleinen Kalaya richtig Spass macht. Seit MaPalaj im Park ist, sieht man die beiden oft zusammen ausgelassen spielen und baden.

"MaPalaj" heisst "Weisse Perle".

   

Delhi (*1968 in Hannover) ist seit 1969 bei KNIE und war zusammen mit Ceylon bis November 2015 mit dem Zirkus unterwegs. Ihre feste Heimat ist seit November 2015 der Himmapan Elefantenpark in Rapperswil.

Sie war ein äusserst zuverlässiger Zirkuselefant. Delhi, die ursprünglich mal Ramona hiess, wirkt eher zurückhaltend. Bei ihr fallen vor allem ihr kräftiger Körperbau und die grossen Kulleraugen auf, die mich immer wieder in den Bann ziehen.

Die Mutter von Delhi hiess übrigens Sabu, jedoch nicht zu verwechseln mit dem Rapperswiler Schwergewicht.

Delhi
   
Ceylon

Ceylon (*1971 in Indien), seit 1976 bei KNIE

Ceylon und Delhi kehrten im November 2015 für immer in den Himmapan Elefantenpark zurück. Ceylon war die Leitkuh der Zirkus - Artistinnen und ist sehr gut mit Sabu befreundet.

Ceylon hielt sich sehr gerne bei den Zirkuszoo - Besuchern auf und genoss deren Berührungen. Doch auch gerne ist sie für sich alleine und geniesst die Ruhe beim fressen, zusammen mit Freundin Sabu.

 

   

Rani (*1982 in Burma) ist eher die Ruhige. Sie ist seit 1990 bei KNIE. Seit November 2012 lebte Rani im Park Paradisio / Pairi Daiza in Belgien. Im November 2015 kehrte sie zurück nach Rapperswil in den Elefantenpark Himmapan.

Rani ist eine zurückhaltende Elefantendame, fast schon scheu. Sie blüht erst so richtig in Gesellschaft der anderen auf, wie früher beim Baden mit Patma oder Siri. Dabei kletterte sie der alten Patma gerne mal auf den Rücken. Rani hat sich auch nach drei Jahren Abwesenheit wieder sehr gut in die Herde integriert.

Die verstorbene Siri und Rani waren wohl das herzigste Pärchen beim Baden. Bei solchen Gelegenheiten entstand einer meiner Lieblings - Schnappschüsse. Deshalb nenne ich Rani die "Knutschkugel".

Siri und Rani

 

Rani
   

Seit dem 1. November 2013 gibt es ein neues Mitglied in der Elefantenherde von Rapperswil. Sandry brachte die kleine Kalaya zur Welt. Bei der Geburt waren auch Grossmutter Claudy und Tante Sumatra anwesend.

Das kleine und hübsche Elefantenmädchen ist überaus reif, lebhaft und äusserst aufgeweckt. Kalaya suchte gerne den Kontakt zu ihrer Grossmutter Claudy, welche sie fast wie eine Mutter umsorgen und beschützen wollte.

Auffallend ist auch, dass Kalaya immer wieder in der Nähe von ihrer grossen Tante Sabu sein möchte und dafür so manch schwierige Absperrung austrickst. Sabu kümmert das eigentlich sehr wenig, doch kommen die Zwei mal zusammen, dann ist es immer sehr harmonisch und beeindruckend.

Auffällig ist Kalayas Einsatz, wenn ihre grossen Tanten mal am streiten sind wegen der Rangordnung. Das Elefantenmädchen stellt sich überaus tapfer zwischen die Streithähne und versucht Ruhe reinzubringen, was ihr auch oft gelingt. Wer weiss, vielleicht ist Kalaya eines Tages die Chefin der Herde?

Ihr Name bedeutet übrigens "Schönes Mädchen".

   

Thisiam (*1998 in Paris) ist der jüngste Nachwuchs vom berühmten Knie Zuchtbullen Siam. Thisiam bedeutet "Sohn von Siam".

Thisiam lebte von 1998-2002 in Frankreich. Danach von 2009-2015 in Polen. Im August 2015 kam er in den Himmapan Elefantenpark, wo er zuerst Freundschaft mit der Elefanten - Diva Sabu schloss. Mittlerweile sieht man ihn mit allen Elefantendamen harmonisch zusammen, auch mit der kleinen Kalaya.

Im Himmapan Elefantenpark wird eine Zucht mit Sandry und später auch mit Kalaya angestrebt.

55859